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Der Nil entspringt in den Bergen von Ruanda und Burundi und
mündet ins Mittelmeer. Dazwischen durchfließt er die Gebiete von sechs Staaten:
Burundi, Ruanda, Tansania, Uganda, Sudan und Ägypten.

Mit 6.671 Kilometer Länge ist der Nil einer der zwei
längsten Flüsse der Erde.

Der Owen-Falls-Damm befindet sich etwa 3,2 km unterhalb des
ehemaligen natürlichen Abflusses des Nils aus dem Viktoriasee bei Jinja. Durch
seine Errichtung versanken die Wasserfälle Owen- und Ripon Falls im Wasser des
Sees. Durch das Elektrizitätswerk an der Staumauer wird Strom (60 Megawatt) für
Uganda und das westliche Kenia erzeugt. Der steigende Stromverbrauch und die
ständigen Stromausfälle haben die Regierung veranlasst nach 50 Jahren(1998)
einen zweiten Damm zu bauen…Doch schon ein Jahr später kam das Projekt wegen
Finanzierungsschwierigkeiten zum Stillstand. Da die Weltbank sich bereit
erklärt hatte, das Projekt mit 250 Millionen Doller zu fördern, steht nun fest,
dass der Staudamm kommen wird…leider an einer der schönsten Stellen: den
Bujagali Falls. Sprecher örtlicher Naturschutgruppen sagen jedoch, die
Dorfbewohner und Kleinbauern seien vermutlich nicht ausreichend informiert
worden und würden die Tragweite des Projekts erst realisieren, wenn es zu spät
ist.

Bei Befragungen von Dorfbewohnern konnte ich jedoch
herausfinden, dass die meisten Bewohner sehr wohl wissen, was es bedeutet, wenn
der Staudamm fertig gestellt wird: Manche Bewohner neigen zu Pro und begründen
dies damit, dass nach Fertigstellung ein geregelte Versorgung mit Strom
gewährleistet sein wird. Die andere Seite, die stärker vertreten ist, neigt zu
Kontra und begründet dies mit hohen Verlusten des Tourismus. Sowohl
Sehenswürdigkeiten als auch Wassermassen, die Wassersport wie Kajaking und
Rafting ermöglichen, locken zahlreiche Touristen jährlich in die Region. Der
Tourismus bringt also einen gewissen Wohlstand in die Region und macht auch
möglich, dass die zahlreichen sozialen Projekte wie Malaria Education, Bau von
Schulen und Verwaltung der Schulen, finanziert werden
(www.softpowereducation.com). Etliche Berwohner haben mit dem Tourismus in
verschiedenen Bereichen zu tun. Oft sind ganze Familien auf das Einkommen
solcher Familienangehöriger angewiesen. Welche Konsequenzen muss die
Bevölkerung tragen, deren Malarirate, die durch soziale Einrichtungen wie oben
genannt, um 60% vermindert wurde. Die HIV-Rate wurde ebenso durch Aufklärung
deutlich vermindert. Der Bau von Schulen wurde ebenso gefördert. Solche
positive Enwicklungen waren im Zuge des Tourismus besonders finaziell möglich.

Soll diese positive Entwicklung, die der geamten Bevölkerung
zu Gute kommt, tatsächlich “weggespült” werden?

Kajaken und Raften auf dem Weißen Nil wird nur noch in den
nächsten 2 bis 3 Jahren möglich sein. Danach werden die schönsten und
interessantesten Stellen überflutet sein.


Die etwa einstündige Dokumentation wird im Laufe des Jahres 2008 fertiggestellt und auf DVD erscheinen.


Weitere Informationen unter:



Kayak The Nile


Soft Power Education